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Selbstverständnis

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Ultras Babelsberg

Ultras Babelsberg versteht sich als Gruppe, die sich dem kreativen Support und der Weiterentwicklung der Fankultur in Babelsberg verschrieben hat. Die Babelsberger Fanszene ist für uns der Dreh- und Angelpunkt unserer Aktivitäten. Diese Fankultur ist für uns kreativ, unabhängig, emanzipiert, offen und eindeutig antifaschistisch. Diese Werte wollen wir verteidigen und an diesen Werten wollen wir unsere Aktivitäten als Gruppe messen lassen.


Ultra sein…

bedeutet Leidenschaft für Mannschaft und Fanszene. Diese Leidenschaft zeigt sich im Stadion, in dem wir unsere Equipe supporten und die Kurve als Freiraum für uns und andere Fans erhalten wollen. Support muss aus der Leidenschaft, dem Spass, der Lust entstehen und kann nicht erzwungen werden. Die Leidenschaft muss den Support antreiben und sonst nichts. Support soll Ausdruck von Emotionen sein und keine Arbeit, die nach Plan verrichtet wird – er entsteht aus der Situation heraus. Ultrà-Supporter, sind die Menschen, die ihre Leidenschaft in der Kurve ausleben und nicht diejenigen, die Support nach Plan verrichten. Wir wollen kein „Wer ist der größte Ultrà“-Spiel, sondern einen Freiraum für Individualität in der Kurve und in der Gruppe sowohl im Support als auch in anderen Bereichen.


Ultra sein…

bedeutet Autonomie. Als Gruppe werden wir nicht mit dem offiziellen Verein zusammenarbeiten. Kurve und Szene haben für uns den größten Stellenwert. Es ist für uns entscheidend, dass die Interessen der Kurve unabhängig vertreten werden können. Weil es unmöglich ist in Konfliktsituationen sowohl die Interessen der Kurve als auch die Interessen des Vereins in gleichem Maße zu vertreten, kann man kein Mitglied unserer Gruppe sein und gleichzeitig eine Funktion im Verein wahrnehmen. Wir werden jedoch alles tun, was dem Verein im Sinne der Ultras zu Gute kommt – ohne unsere Unabhängigkeit aufzugeben.


Ultra sein…

bedeutet politisch zu sein. Es ist für uns selbstverständlich, dass jede Form von Faschismus, Rassismus, Antisemitismus und Sexismus im krassen Widerspruch zu unseren Idealen stehen. Entscheidend sind für uns weder Geschlecht noch Hautfarbe, sondern Leidenschaft und Engagement. Doch Politik hört für uns an dieser Stelle nicht auf, sondern muss auch den solidarischen Umgang miteinander bedeuten. Politisch sein bedeutet auch, Konflikte austragen zu können, ohne das am Ende nicht mehr um Inhalte sondern Personen gestritten wird. Auf der Grundlage der klaren Ablehnung von Faschismus wollen wir eine Streit- und Konfliktkultur in der Szene am Leben erhalten. Dazu gehört auch, dass wir unterschiedliche Bedürfnisse und Fähigkeiten der Menschen in Bezug auf Ultrá akzeptieren und sie als Gewinn betrachten. Immer mit dem Ziel, dass jede und jeder nach ihren/seinen Fähigkeiten das Beste gibt.


Ultra sein…

bedeutet auch außerhalb des Stadions für unsere Ideale einzustehen. Gerade Babelsberg bedeutet für uns eben Kiez UND Verein. Dabei ist es nicht entscheidend, ob man im Kiez wohnt, sondern ob man sich mit ihm und dem was wir damit verbinden, identifiziert. Dazu gehört aber auch, dass eine aktive Fanszene sich als Teil der Kultur im Kiez versteht und versucht sich hier zu engagieren. Wir als Gruppe wollen, dass unsere Fankultur und ihre Ideale auch im Kiez und darüber hinaus wahrnehmbar sind.

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